Chinesisch-Deutscher Kultur- und Wirtschaftsverband  

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Geschichte des Chinesisch-Deutschen Kultur und Wirtschaftsverbandes

 
 

 

   

 

Vorgängerorganisationen und Geschichte der Gründung

1932        Prof. Zhu Jiahua (1893-1963), der in den 1910er und 20er Jahren in Deutschland studiert hatte, stiftet aus eigenen Mitteln und Spenden das erste Klubhaus für den Verband chinesischer Absolventen deutscher Universitäten. Ein Jahr später beginnt der Bau des ersten Verbandshaus für den neu gegründeten Kulturverband.

1933        Der Verband chinesischer Absolventen deutscher Universitäten, sowie der Deutsch-Österreichisch-Schweizer Klub gründen in Nanjing den Chinesisch-Deutschen Kulturverband und wählen Prof. Zhu Jiahua zum ersten Präsidenten.

1936        Fertigstellung und feierliche Eröffnung des Verbandshauses.

     Arbeit des Kulturverbandes in Nanjing

1934        Der deutsche Botschafter Trautmann, Mitglied im Verband, ehrt Prof. Zhu mit einem hohen Orden für dessen Verdienste um die chinesisch-deutschen Beziehungen. Später wird Prof. Zhu auch von der Berliner Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

    Arbeit des Kulturverbands während der Chongqinger Zeit

1936   Der chinesisch-japanische Krieg entbrennt. Der Kulturverband und der

Verband chinesischer Absolventen ziehen sich gemeinsam mit der Regierung nach Chongqing bzw. Hankou zurück. Botschafter Trautmann versucht vergeblich zwischen China und Japan zu vermitteln.

Das eben fertiggestellte Verbandshaus in Nanjing wird zu verschiedenen Zwecken benutzt, u.a. als Flüchtlingslager und für Veranstaltungen der deutschen Gemeinde.

    Der Kulturverband nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs

    Okt. 1945   Das Verbandshaus wird als US-amerikanische Botschaft genutzt.

     Juli  1946  Neben dem Gebäude des Legislativ-Yuans wird ein neues Verbandshaus gebaut.

1948        Eröffnung des Gebäudes, das vom Kulturverband und dem Verband der chinesischen Absolventen deutscher Universitäten gemeinsam genutzt wird.

Aufgrund des Bürgerkrieges wird die Lage in Nanjing immer instabiler. Die Regierung zieht sich vor den kommunistischen Truppen nach Taiwan zurück. Der Verband folgt der Regierung.

     Der Kulturverband auf Taiwan

    Dez. 1949  Prof. Zhu flüchtet nach Taiwan

Frühjahr1950 Der Verband gründet sich neu.

1949        Dr. Theodor Strewe organisiert in Berlin die Deutsch-Chinesische Gesellschaft e.V., die den Neubeginn der Beziehungen Deutschlands mit China förderte und enge Beziehungen zum Kulturverband pflegt.

1956        Der DAAD beauftragt den Verband mit der Prüfung der taiwanischen Bewerber für ein DAAD-Stipendium.

   April 1961   Der Verband beginnt Sprachprüfungen anzubieten.

 

   Die Kontakte des Kulturverbandes zu Westdeutschland nach 1955

seit 1955  Neben der Kandidatenauswahl für den DAAD hilft der Kulturverband auch vielen anderen Studenten, die auf eigene Rechnung in Deutschland studieren wollen, die nötigen Formalitäten zu erledigen.

                   In 29 Jahren erhalten insgesamt 233 vom Verband geprüfte Studenten ein DAAD-Stipendium für ein Studium in Deutschland.

1961        Um die Arbeit effektiver zu gestalten, werden im Verband drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich jeweils mit dem akademischen Austausch, der Organisation von Veranstaltungen sowie der Förderung wirtschaftlicher Kontakte, z.B. durch Hilfe bei der Überwindung der Sprachbarriere oder beim Suchen geeigneter Geschäftspartner, beschäftigen. Außerdem wird ein Finanzausschuss eingerichtet.

1962        Dr. Wiercimok eröffnet in Taipei das Deutsche Kulturzentrum (DK), als Vertretung der BRD in Taiwan. Es entwickelt sich eine fruchtbare Zusammenarbeit und der Kulturverband gibt die bis dahin durchgeführten Sprachkurse an das DK ab.

1963        Tod des langjährigen Präsidenten und Gründers Zhu Jiahua. Sein Nachfolger wird General Jiang Weiguo (1916-1997).

1965        Der Verband erhält das Recht, amtliche Dokumente und Übersetzungen zu beglaubigen.

1965        Umbenennung in Chinesisch-Deutscher Kultur- und Wirtschaftsverband (CDKWV)

1981        Gründung des Deutschen Wirtschaftsbüro in Taipei.

Der Verband zählt 547 Mitglieder, 493 Chinesen , 42 Deutsche und 12 Organisationen. Außerdem werden vier Arbeitsgruppen neu formiert:

1.      Seminar über die deutsche Sprache

2.      Förderung geschäftlicher Kontakte

3.      Akademischer Austausch

4.      Gesetzliche Grundlagen für die Zusammenarbeit

    Der CDKWV in den letzten zehn Jahren

Sept. 1986  Jiang Weiguo wird zum Generalsekretät des Nationalen Sicherheitsrates ernannt und tritt aus Zeitgründen vom Vorsitz zurück. Er bleibt dem Verband aber als Ehrenpräsident erhalten. Neuer Präsident wird Yang Jizeng (1898-1992), der an der Technischen Hochschule Charlottenburg (heute TU Berlin) studiert hatte.

Aug. 1988    Dr. Pan Shuren wird zum Präsidenten gewählt. Dr. Wang Renyong (1970 in Heidelberg promoviert) als Stellvertreter und gleichzeitig Generalsekretär bestätigt.

Jan. 1990    Der Verband gibt eine eigene zweisprachige (Deutsch/Chinesisch) Wochenzeitschrift heraus. Bis Mai 1992 erscheinen 83 Ausgaben.

Jan. 1993    Dr. Shi Qiyang (1971 Promotion in Heidelberg) wird neuer Verbandspräsident. Prof. Wang Renyong bleibt Stellvertreter. Herr Dr. Wei Guangzheng wird zum Generalsekretär gewählt.

1997   Prof. Wang wird Verbandspräsident                         

    

 
     

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